Selbstvertrauen_Blog 13

Warum wir Selbstvertrauen brauchen um gesund zu werden.

Mir hat man einmal gesagt mein Kaumuskel wäre verloren. Mir hat man einmal gesagt ich könne meinen Kiefer nie mehr normal benutzen. Mir hat man einmal gesagt mein Weisheitszahn hätte keinen Platz. Mir hat man einmal gesagt meine Migräne geht nie mehr weg. Mir hat man einmal gesagt man Blinddarm müsste raus. Mir hat man einmal gesagt meine Stimme würde nie mehr richtig funktionieren. Mir hat man einmal gesagt ich würde weiterhin ständig erkältet sein. Ich hätte halt ein schwaches Immunsystem.

Mir hat man vieles gesagt.

Seit ich vor einigen Jahren entschieden habe auf mich zu hören, kann ich darüber lachen.

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Warum ich euch das erzähle?

Weil ich will, dass ihr damit anfangt euch selbst zu vertrauen.

Weil ich für eine informierte Entscheidung bin.

Weil ich hier nicht nur jemand sein möchte der ja „leicht reden“ hat.

Weil ich mich über jeden freue, der sich selbst und andere achtet und respektiert.

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Wann immer wir krank werden, geschieht etwas in uns.

Eine Fehlfunktion tritt auf. Informationen gehen verloren oder werden missverstanden – unsere Zellen reden aneinander vorbei.

Aber wir sind keine Dinge, nichts wo man einfach ein Teil tauschen kann.

Nicht nur körperlich werden wir hilfsbedürftig, sondern auch mental.

Wir sind nicht nur krank, wenn wir eine Grippe haben – oder ein gebrochenes Bein.

Unsere Seele kann krank sein, unser Inneres, unsere Gefühlswelt – wie immer ihr es nennen möchtet.

Niemand ist perfekt, das Leben gleicht sich aus.

Ohne Krankheit gäbe es gesund sein nicht.

Das wäre dann einfach nur sein.

Gesund-sein gibt es eigentlich überhaupt nicht.

Es ist nur ein Begriff, etwas dass sich gut vermarkten lässt.

Wofür viel Geld bezahlt wird.

Wonach wir streben, wenn wir Gesundheit meinen ist Balance.

Innen und Außen. Diese Balance ist wichtig, nur wenn jede ausgesendete Information auch ankommt, dann fühlen wir uns ausgeglichen. Gesund.

Wenn so eine Veränderung in uns passiert, suchen wir nach Hilfe.

Bei einem Arzt, im Internet, bei Freunden und Familie.

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Warum tun wir das?

Weil wir darauf vertrauen, dass sie uns helfen werden.

Weil wir fest glauben, dass sie uns gesund machen.

Wir nehmen Rat an, saugen ihn auf wie ein Schwamm und glauben alles, das gut klingt.

Dieses Vertrauen ist so stark, dass es uns hinterher oft für eine Weile besser geht.

Manche Menschen ignorieren Veränderungen an Körper und Seele, verdrängen sie und machen einfach weiter.

In unserer Gesellschaft hat sich das Modell des „Durchziehens“ oder „Hart-im-Nehmen-seins“ etabliert.

Wer einfach weiter macht ist stark, cool – hart im nehmen eben.

In Wirklichkeit ist das Hilflosigkeit. Fassade. Ratlosigkeit.

Wir haben gelernt zu verkaufen statt zu Heilen.

Migräne? Hat man eben. „Nein, das geht nicht weg. Das ist chronisch. Es geht mir so schlecht damit.“

Mehr trinken und Kokosfett? Pflanzen? „Ich glaube nicht, dass davon meine Blasenentzündung besser wird. Da helfen nur Tabletten. Wirklich! Ob ich’s schon getestet habe? Nein – dafür habe ich wirklich keine Zeit.“

Kaumuskel angerissen? „Nein, das wird nie wieder gut, da hilft nur Botox. Gegen die Schmerzen. Ist teuer? Muss man halt sparen. Ja, so vermiest es einem das Leben!“

So reden wir.

So habe ich auch mal geredet.

Wir ignorieren uns selbst.

Wir vertrauen allen nur nicht uns selbst.

Wir lachen über den Placebo-Effekt und verstehen nicht, dass er der Beweis dafür ist, wie viel wir selbst ausrichten können.

Ohne Hilfe. Ohne andere.

Nur wir.

Mit unserem Selbstvertrauen.

Sollten wir nicht mehr auf andere hören?

Nein, das sage ich nicht.

Nur sollten wir zuerst auf uns hören, denn wenn unsere „Gesundheit“ uns einen langen Anruf, eine Wartezeit beim Arzt oder stundenlanges Googlen wert ist, sollten wir uns auch die Zeit nehmen, auf unseren Körper zu hören.

Setzt euch einfach einmal mit geschlossenen Augen hin und spürt in jedes Körperteil. Ganz ruhig, langsam und nacheinander. Angefangen mit den Haarspitzen, bis zu den Zehen. Ihr werdet erstaunt sein, wie viel euch euer Körper verrät. Über seine Anspannungen, seine Missverständnisse, seinen Hilferuf.

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Unsere Seele ist schwieriger zu heilen als unser Körper. Sie ist fragil, lässt sich leicht in die Irre führen.

Um unsere Seele zu Heilen brauchen wir dieses Selbstvertrauen noch viel mehr.

Wir müssen uns aktiv von den Dingen frei machen die uns belasten. Das passiert nicht von allein.

Wer entscheidet, dass wir wütend sind, enttäuscht oder traurig?

Wer entscheidet ob wir Nähe zulassen, an etwas festhalten oder aufgeben?

Wer entscheidet angreifbar zu sein, zu hassen oder nachzutragen?

Wir. Nur wir.

Das loszulassen ist schwer.

Es kostet Zeit.

Es ist schwierig.

Jeden Tag.

Nur wer das Selbstvertrauen hat, sich helfen zu können – wird diese Zeit benutzen um auf sich selbst zu hören, statt auf andere.

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