Yoga-5-klein

Manchmal fühle ich mich winzig

Es gibt Tage an denen ich motiviert und frei bin.
Ich mache mein Yoga und mein Pilates, esse mein lecker Gekochtes und arbeite an Dingen, auf die ich stolz bin, wenn ich sie abgeschlossen habe. Manchmal läuft etwas schief oder jemand verhält sich gemein. Dann nehme ich mir fünf Minuten Zeit für eine kurze Meditation und ein wenig durchatmen und lasse los.
So verlaufen meine normalen Tage.

Und dann gibt es diese Momente wo mich auf einmal eine große dunkle Welle von Negativität zu erfassen scheint. Diese Momente verändern meinen perfekten Tag. Ich weiß, dass viele von euch, die das hier lesen diese Momente kennen – denn wir sind eine Generation die unfassbar schnell in eine depressive Stimmung gerät. Wir werden so schnell depressiv, dass es schon fast ein Witz ist – wenn es nicht so traurig wäre.

Diese, unsere, Generation von der ich spreche hat keine Kriege vor denen sie fliehen muss, keine Felder zu bestellen und keine Angst vor dem finanziellen Ruin.
Wir leben in einem Staat, in dem es schwer ist wirklich tief zu sinken. Wenn man hier nach Hilfe fragt gibt es genügend Institutionen, die sich um Nahrungsmittel, Wohnraum und Kleidung kümmern. Wir bekommen im Notfall etwas Geld und können ohne etwas zu tun hier wesentlich besser leben als viele viele viele andere Menschen auf dieser Welt die hart arbeiten.

Was tun wir also?
Wir werden depressiv, weil wir es nicht schaffen morgens aus dem Bett zu kommen, weil uns jemand nicht mag (oder noch schlimmer, weil jemand unsere Bilder auf Social Media nicht mag…), wir beschweren uns über Rückenschmerzen, weil wir den ganzen Tag vor dem Computer sitzen. Die Beispiel-Liste ist lang.

Habe ich negativ darüber nachgedacht, ob das hier überhaupt jemand liest? Ja!

Habe ich mir gewünscht sportlicher zu sein und war trotzdem zu faul aufzustehen und Pilates zu machen? Ja!

Habe ich mich schonmal verärgert gefühlt, weil ich arroganterweise gedacht habe meine Arbeit wäre besser als die von jemand anderem, der mehr gelobt wird? Ja!

Habe ich meinen Freund gefragt wie er ein Bild von mir findet, nur um zu hören dass es toll ist, ohne Interesse an jeder ehrlichen Kritik? Ja!

Denke ich, dass all das richtig was? — OHHH NEIN!

Ich bin ein Teil dieser Generation aber ich gebe mein bestes um diese eigenartigen und negativen Stimmungen den Saft abzudrehen. Ich fühle mich nicht danach, aber ich werde jetzt Yoga machen, ich werde den PC ausschalten und meinem Freund einen Kuss geben. Und obwohl ich das alles grade nicht will, werde ich es tun – und ich weiß sicher, dass es mir schon in ein paar Minuten ganz anders geht als jetzt.

Es ist wichtig auf dieses innere Wissen zu vertrauen, dass solche Gefühle nicht echt sind. Unsere Köpfe sind voll von unnützen Informationen und gleichzeitig gelangweilt. Dadurch entstehen diese depressiven Gefühle.
Wir beneiden und wir wünschen und Dinge aber dabei vergessen wir, dass man etwas tun muss wenn man möchte, dass etwas passiert! Wer ein Haus will muss es bauen. Wer Geld will muss es verdienen.

Wer glücklich sein will, muss lernen negative Gefühle loszulassen.

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2 comments

  1. Céline says:

    Mein Papa sagt immer das größte Problem heutzutage ist, dass wir heute nicht mehr diese festen Strukturen haben, wie früher. Wie haben niemanden mehr, der sagt so so und so hast du dein Leben zu leben. Was natürlich toll ist. Aber dann steht man auf einmal da und der einzige, der dein Leben bewertet, bist du selbst. Und niemand auf der Welt ist so kritisch dir gegenüber wie du selbst. Für uns sind wir nie gut genug. Gegen doofe Chefs und strenge Mamas kann man immer sehr gut rebellieren, aber wie sagt man dem Kontrolleur im eigenen Kopf, dass er mal die Klappe halten soll? Gar nicht ohne nicht noch saurer auf sich selbst zu werden. Da muss man, wie du es sagst einfach mal abschalten und machen, nicht denken 🙂
    Sehr schöner Text!
    Liebe Grüße,
    Céline

  2. positiviphy says:

    Huhu Céline, da hast du absolut Recht, genau aus diesem Grund habe ich mit Yoga und Meditation angefangen das hilft einem sich mal wirklich Zeit zu nehmen ohne darüber nachzudenken wie man irgendetwas anders oder besser machen kann. Man hat Zeit einfach ganz ruhig zu atmen und danach ist alles gleich viel viel besser 🙂

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