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Sprachbarrieren

Huhu ihr lieben,

wer meinem Instagram folgt, weiß es bereits.

Ich werde es tun.

Das Blog wird ab jetzt auf Deutsch geschrieben.

<3

Warum ich mich lange gewehrt habe und ihr mich nun doch überzeugen konntet:

Viele von euch haben mich gefragt ob ich das Blog nicht auf Deutsch schreiben könnte.

Ihr habt wirklich ausdauernd gefragt – das hat mich überrascht, immer und immer wieder.

Es muss euch wirklich am Herzen liegen. Ich habe mich lange gewehrt und langsam gehen mir die Argumente aus.

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Aber ihr sollt wissen, warum ich meinen Blog auf Englisch begonnen habe.

Schreiben war für mich lange ein wichtiger Teil meines Lebens.

Ich habe alles aufgeschrieben, was durch mein wildes Köpfchen gehuscht ist.

Kindergeschichten.

Krimis.

FanFiction zu Serien die ich mochte.

Gedichte.

Vieles davon würde ich heute belächeln, weniges bewahre ich auf – für mich selbst, als Erinnerung.

Das meiste hat nie jemand ausser mir selbst zu Gesicht bekommen.

Ich erzähle euch das, weil ich nicht möchte, dass ihr mich falsch versteht.

Ich habe eine lange und liebevolle Beziehung mit der Deutschen Sprache geführt, die mit meinem Studium irgendwie in die Brüche gegangen ist.

Es hat schleichend angefangen.

Ich habe aufgehört so viel in meiner Freizeit zu lesen wie früher – es hat mir einfach keinen Spaß mehr gemacht.

Meine liebe zu Goethe & Co. wurde durch das ewige Analysieren von Textbausteinen getrübt.

Deutsch nervte mich.

Immer und immer mehr.

Dann lernten wir über eine Freundin in London ein wundervolles englisches Mädchen kennen, das viele Ansichten in unserem Leben bestärkte und andere völlig auf den Kopf gestellt hat.

Auf einmal gab es für mich einen englischen Kontakt, der mich merken ließ, wie viel einfacher es mir fällt mein Inneres auf Englisch auszudrücken.

Englisch ist anders als Deutsch.

Die Wörter sind kürzer, man redet nicht so viel um den heißen Brei herum.

Ich empfinde es als herzlichere Sprache, es fällt mir leichter.

Ich wollte einen Blog machen, in dem ich mich gut ausdrücken kann, wollte meine Emotionen mit in die Artikel einfließen lassen.

Also habe ich mich für Englisch entschieden.

Ich habe lange daran festgehalten, weil es sich für mich richtig anfühlt.

Ich bin ein ziemlicher Dickkopf, wenn ich glaube das etwas richtig ist – da können meine Freunde ein Lied davon singen.

Aber langsam habe ich es endlich realisiert.

Dieser Blog ist ja nicht nur für mich, sondern auch für euch.

Vor allem für euch, wenn ich es Recht bedenke – denn ohne euch könnte ich meine Gedanken ja auch Still für mich behalten.

Deswegen geht es jetzt auf Deutsch weiter.

Die älteren Beträge, die mir besonders am Herzen liegen, werde ich in der nächsten Zeit für euch übersetzen und veröffentlichen, damit ihr sie alle lesen und verstehen könnt.

Mein Studium ist fast zu Ende.

Ich lese wieder mehr.

Viel, viel mehr.

Ich bin bereit die Deutsche Sprache wieder neu zu entdecken.

Sie hat immerhin geduldig auf mich gewartet.

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