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Haben, Haben, Haben

Nicht lebensnotwendiger Besitz ist ein Luxusgut.

Wenn man in einem wirtschaftlich ausgeglichenen Verhältnis lebt, kann man es sich leisten, Besitz anzuhäufen.

Mehr Geld bedeutet nicht unbedingt, dass wir einen größeren Haufen machen – unser Haufen ist nur teurer. Auch für den kleinen Geldbeutel gibt es günstige Möglichkeiten viele Dinge in seinen Bau zu schleppen.

Wir leben in einer Zeit in der alles zur Wegwerfware wird.

Dass es etwas nicht mehr geben könnte, kann man sich kaum noch vorstellen – man kann ja alles neukaufen.

Wir müssen alles sofort haben und möglichst auch noch nagelneu.

Elektrogeräte, Kleidung und Möbel sind nicht mehr darauf ausgerichtet lange zu halten.

Wir hatten letztens ein Problem mit einem Laptop der noch nicht sehr alt ist. Der Akku hat sich aufgebläht – auf Nachfrage sagte man uns nur das wäre normal, die Geräte sollen ja nur bis zur nächsten Kollektion des Herstellers halten, dann müsse man halt diese kaufen. Mein Uralt-Laptop funktioniert hingegen seit 10 Jahren wunderbar auch wenn ich ihn getreu unserer Neu-Kauf Gesellschaft ersetzt habe. Mein neuer Laptop ist schneller, schicker und leiser – aber ich glaube nicht, dass er so lange halten wird wie der alte.

Meine H&M Tops und Pullover gehen meist nach einem halben Jahr kaputt, während die Mütze, die Oma mir strickte schon seit ich ein Teenager bin hält. Meine Prada Stiefel halten ebenfalls seit 5 Jahren Eis, Schnee, Wind und Wetter aus, während ein günstiges paar Stiefel schon nach ein paar heftigen Schneetagen kaputt ging.

Manchmal hat ein Preis seine Berechtigung. Nicht immer, aber manchmal.

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Dinge auszusortieren ist ebenfalls ein Luxusgut.

Ich bin ein großer Aussortierer.

Wo viele Menschen hamstern, muss ich ständig weniger in den Schränken haben.

Das heißt aber nicht, dass ich nicht neu kaufe – oh doch ich bin genau so schlimm wir ihr!

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Ich räume ständig um, muss alles immer noch perfekter machen und sortiere alles aus, was ich nicht ständig benutze.

Die aussortieren Dinge verschenke ich, einige wenige Sachen verkaufe ich auch.

Wenn etwas mich fröhlich macht, weil es hübsch ist hat es für mich eine Funktion und darf bleiben.

Alles andere, das ich nicht benutze ist für mich Ballast.

Ich habe weder einen großen Hausstand in meiner Handtasche noch 100 Sachen in meinem Auto.

Meine Möbel sind ein Sammelsurium aus alt und neu – einige sind aufgearbeitet, andere warten noch darauf, wieder andere sind von Ikea.

Meine Kosmetik (bis auf mein Make-Up) mache ich selbst und auch von Waschmittel etc. habe ich mich befreit und es durch Waschnüsse ersetzt. Seit nichts Plastikbuntes mehr in meinem Bad steht fühle ich mich dort viel besser.

<3

Was euch dieser Beitrag sagen soll?

Ich weiß es nicht. Ich bin mitten drin in diesem großen Wegwerfen-Neukaufen-Dooffinden-Weggeben-Neukaufen-Kreislauf, der sich modernes Leben schimpft.

Menschen die sich ein bisschen oder ganz davon freimachen bewundere ich sehr.

Ich kaufe übrigens auch gern mal Sachen mit Bio drauf. Aber frei fühle ich mich nur, wenn ich mein Gemüse, Obst, meine Eier und Fleisch mal wieder von Oma geholt habe.

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Wie steht ihr zu dem Thema?

Seit ihr Hamster oder Weggeber?

Oder ist sogar ein Freimacher dabei?

<3

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2 comments

  1. Ich bin ein großer Fan von den Bildern, die sind wirklich super schön geworden! 🙂
    Ich fürchte ich bin in den meisten Bereichen noch ein Hamster. Ich kann mich nur schwer von Dingen trennen. Aber ich lerne dazu und hoffe, dass ich irgendwann nicht mehr ganz so sehr Hamster bin.

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